Welches Grab ist angemessen?

Der Tod eines geliebten Menschen ist schmerzhaft und die seelische Belastung der Angehörigen ist enorm. Dennoch ist es wichtig, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um sich vom Verstorbenen würdevoll verabschieden zu können. Das dient nicht nur der Würde des Verstorben, aber hilft auch den Trauernden bei der Überwältigung der Trauer. Ein angemessenes Grab und ein ehrender Grabstein sind von großer Bedeutung. Diese Traditionen haben sich über die gesamte Menschheitsgeschichte bewährt. Dabei sollten die Angehörigen bei der Wahl zwischen den Grabarten auch die Wünsche des Verstorbenen einbeziehen. Es stellen sich aber auch wichtige Fragen für die Hinterbliebenen, etwa die finanzielle Frage. Was kostet ein Grab? Wie viel soll man für einen Grabstein bezahlen?

Was kostet ein Grab und wie lange hat man Nutzungsrecht?

Ein Grab wird nicht für ewig erworben, sondern nur solange die Ruhezeit beträgt. Die Ruhezeit ist je nach Friedhof unterschiedlich. Sie kann von wenigen Jahren bis hin zu Jahrzehnten betragen. Der Nutzen der Ruhezeit ist, dass dem Zersetzungsprozess genug Zeit gegeben wird. Daher wird die Ruhezeit mitunter von der Bodenbeschaffung des Friedhofes definiert. Ist der Boden für einen schnelleren Zersetzungsprozess geeignet, so ist die Ruhezeit auch entsprechend kürzer. Die Kosten für ein Grab unterscheiden sich daher. Es kann von mindestens 500 Euro bis hin zu 3000 Euro betragen.

Es können auch optionale Kosten anfallen. Dazu zählen eventuell auch die Sargträger, der Aufbewahrungsraum und Gebühren für das Krematorium, wenn eine Feuerbestattung gewählt wurde. Ein weiterer Kostenfaktor wird auch der Grabstein sein. Die Kosten hängen von der Größe, dem Material und der Form des Grabsteines ab. Die Kosten können zwischen 450 Euro und 5000 Euro betragen. Die Beschriftung ist ebenfalls mit einzuberechnen. Sie kostet pro Buchstabe zwischen 10 und 45 Euro. Zuletzt ist auch die Grabeinfassung zu berechnen. Sie kann zwischen 500 Euro und 2800 Euro betragen.

Bei der Wahl vom Grab ist es wichtig, auch die Grabpflege einzukalkulieren. Mit wie viel Aufwand wird die Grabpflege für die Angehörigen verbunden sein? Welche Kosten könnten anfallen? Zu bemerken ist, dass Bestattungspflichtigkeit nicht gleich Kostenpflicht heißt. Angehörige sollten sich über die gesetzlich geregelte Kostentragungspflicht informieren, um zu wissen, ob sie die Grab- und Bestattungskosten zu tragen haben.

Welche Grabarten gibt es?

Um ein angemessenes Grab zu wählen, sollten sowohl die Wünsche des Verstorbenen aber auch die finanziellen Kosten zu beachten sein.

Unterschieden wird bei den Grabarten zwischen dem Wahlgrab und dem Reihengrab. Beim Wahlgrab kann man einen Grabplatz auswählen. Bei der Wahl sollte man die Umgebung, die Entfernung zum Friedhofstor, die Größe und die Kosten in Betracht ziehen. Das Wahlgrab kann zudem in zwei weitere Unterkategorien unterteilt werden. Zum einen gibt es das Einzeltiefgrab. Hier können zwei Särge oder vier Urnen übereinander begraben werden. Die andere Option ist das Mehrfachwahlgrab. Dort können bis zu vier Särge oder acht Urnen begraben werden.

Daher werden diese Gräber auch Familiengräber genannt. Beim Wahlgrab kann das Grabnutzungsrecht nach Ablauf der Ruhezeit verlängert werden. Die kostengünstigere Alternative zum Wahlgrab ist das Reihengrab. Hier werden Gräber vom Friedhof der Reihe nach vergeben. Hier können nicht mehrere Verstorbene beerdigt werden, man hat keine Wahl über die Größe und den Platz und das Grabnutzungsrecht lässt sich nicht verlängern.