Es gibt verschiedene Bestattungsarten, die auch unterschiedliche Kosten nach sich ziehen. Zu den Arten der Bestattung gehören die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Unter dem Begriff Feuerbestattung werden die Urnenbestattung, die Baum- beziehungsweise Wiesenbestattung und die Seebestattung zusammengefasst.

Bei der Erdbestattung wird der Leichnam in einem Sarg bestattet. Hier kann man zwischen einer anonymen und einer normalen Bestattung unterscheiden. Bei ersterer wird die Grabstelle nicht gekennzeichnet und die Angehörigen dürfen bei der Bestattung nicht zugegen sein.

Bei der Feuerbestattung dagegen wird der Leichnam eingeäschert und in einer Urne beigesetzt. Hierbei kann die Trauerfeier vor oder nach der Einäscherung durchgeführt werden. Auch bei dieser Bestattungsart besteht die Möglichkeit einer anonymen Bestattung ohne eine Markierung der Grabstele.

Bei der Feuerbestattung kann anstelle eines Grabes auch die Bestattung auf einer Wiese oder an einem Baum erfolgen. Auch die Seebestattung für Menschen mit einem besonderen Bezug zum Meer ist möglich.

Die Bestattungskosten

Die Kosten einer Bestattung unterteilen sich in die Kosten des Bestatters, Kosten für Leistungen Dritter und den Gebühren für die Beisetzung und den Friedhof. Hierbei unterscheiden sich die Preise erheblich, je nach Bestattungsart, gewünschten Leistungen und Region.

Zu den Leistungen des Bestatters zählen die Überführung des Leichnams, das Ankleiden und Einsargen, eine Gebühr für die Verwaltung und die Kosten für einen Sarg und die Urne. Bei dem letztgenannten Posten ist die Preisspanne sehr unterschiedlich. So kosten einfache Urnen unter 100 EUR. Die Schmuckurnen, die auch gewählt werden können, haben meist den dreifachen Preis. Auch bei den Särgen gibt es einen großen Unterschied. Die Särge für eine Erdbestattung sind wesentlich kostenintensiver als die Särge für eine Feuerbestattung, da sie wesentlich stabile sein müssen.

Unter den Leistungen Dritter sind die Kosten, für die das Bestattungsinstitut meist in Vorleistung geht, und die später mit der Gesamtrechnung beglichen werden, zu verstehen. Hierunter ist die Gebühr für die Leichenschau, die Ausstellung der Sterbeurkunde, aber auch der Blumenschmuck und der Trauerredner für die Trauerfeier zusammengefasst. Auch die Traueranzeige wird unter dem Punkt mit eingerechnet.
Eine Leistung von Dritten ist auch der Leichenschmaus. Diese wird nicht über das Bestattungsinstitut abgerechnet sondern von den Erben selbst organisiert.

Der dritte Posten der Bestattungskosten sind die Gebühren für die Beisetzung und den Friedhof. Auch hier gibt es sehr große Unterschiede. So kommt es wieder auf die Bestattungsart an, aber auch auf den Friedhof. Ein kleiner Friedhof auf dem Dorf hat zum Beispiel nicht so hohe Gebühren wie ein beliebter Friedhof in der Stadt.

Im Ganzen kann gesagt werden, dass die Bestattungskosten sehr unterschiedlich sind und zwischen 3000 und 15000 EUR liegen können.

Man kann auch bei den Beerdigungskosten in einigen Fällen noch etwas sparen. So kann man die Trauerrede selbst halten. Dies ist für viele Hinterbliebene emotional aber sehr schwierig, weshalb sie lieber einen professionellen Trauerredner möchten. Auch die Bekleidung des Toten muss nicht zwingend vom Bestattungsinstitut gestellt werden. Hier kann man die Kleidung, die der Verstorbene gern getragen hat, als Totenkleidung nutzen. Neben den direkten Kosten bei der Beerdigung kann auch der Leichenschmaus günstiger durchgeführt werden. Es muss nicht immer die Gaststätte sein, wo man sich trifft. Das Treffen kann auch in privater Umgebung mit selbstgemachten Speisen durchgeführt werden.

Hilfen bei den Bestattungskosten

Die Bestattungskosten unterschieden sich bei jeder einzelnen Bestattung. Hier stellt sich meist die Frage nach den Bestattungskosten und wer sie zahlt oder ob es eine Bestattungskosten – Beihilfe gibt.
Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist festgelegt, dass der Erbe die Beerdigung des Verstorbenen zahlen muss. Wenn die Erben nicht über die nötigen Mittel verfügt, kann ein Antrag bei Sozialamt für eine Sozialbestattung gestellt werden. Hier wird das Einkommen des Erben und seine Ehepartners berechnet und darüber entschieden, ob diese Hilfe gewährt wird.

Es ist auch möglich, die Bestattungskoste von der Steuer abzusetzen. Dies kann aber nur gemacht werden, wenn die Beerdigungskosten das Erbe übersteigen. Die Differenz daraus kann in der Steuererklärung unter einer außergewöhnlichen Belastung geltend gemacht werden. Zu den Bestattungskosten, die bei der Steuererklärung geltend gemacht werden können, gehören die Kosten für das Bestattungsinstitut, für das Grabmal und die Grabstelle. Auch die Grabpflege kann steuerlich geltend gemacht werden.

Schon zu Lebzeiten kann man seine Erben bei den Kosten für eine Beerdigung entlasten. Mit einer Bestattungskosten – Versicherung, besser bekannt als Sterbegeldversicherung, kann die eigene Beerdigung finanziell abgedeckt werden. So kann man auch schon zu Lebzeiten seine Bestattung so bestimmen, wie man es sich wünscht.

Kurze Fragerunde zu den Bestattungskosten

Im nachfolgenden sind noch einmal verschiedene Fragen zu den Bestattungskosten in ein bis zwei Sätzen kurz beantwortet.