Würdevolle Bestattungen – Bestattungsarten und Vorgänge

Der Tod eines geliebten Menschen und die Trauer der Hinterbliebenen sind natürliche Erfahrungen, auf die jeder Mensch im Abenteuer des Lebens treffen wird. Es ist das natürliche Ende des Lebens und sollte daher nicht gefürchtet werden. Der Tod im eigenen Lebensumfeld ist eine starke Belastung, es müssen aber dennoch Entscheidungen im Hinblick auf die Bestattung getroffen werden. Die Hinterbliebenen müssen im Todesfall zeitnah darüber entscheiden, wie der Verstorbene beigesetzt wird, wer der Bestatter sein wird, was die letzten Wünsche des Verstorbenen waren, welche Bestattungskosten anfallen werden und welcher Prozess stattfinden muss. Trotz der belastenden Situation, müssen diese Entscheidungen von den Angehörigen in Ruhe geklärt werden. Heutzutage lässt sich eine Bestattung auch online planen. Dies kann für die Trauernden eine große Erleichterung sein und sollte bei Bedarf in Betracht gezogen werden.

Was zeichnet eine gute und vor allem würdige Bestattung aus?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sorgt das für seelischen aber auch für körperlichen Schmerz. Egal welcher Religion der Verstorbene und die Hinterbliebenen angehören, es ist wichtig diese Schmerzen zu lindern, indem man den verstorbenen Menschen selbst nach dem Tode würdigt. Hierbei helfen Trauerfeiern und Rituale. Zudem ist eine würdige Bestattung in Deutschland ganz klar definiert. So hat der Bundesverband Deutscher Bestatter, der 80 % der deutschen Bestattungsunternehmen vertritt, Grundsätze für eine würdige Bestattung bestimmt. Dazu gehören die Selbstbestimmung des Verstorbenen und der Angehörigen bei der Wahl des Bestattungsprozesses, eine ordnungsgemäße hygienische Versorgung des Verstorbenen, der Sarg oder die Urne, die Beschaffung der Todesurkunde, eine fachgerechte Überführung des Verstorbenen und eine angemessene Möglichkeit zur Verabschiedung durch die Angehörigen.

Welche Arten der Bestattung gibt es?

Traditionell in Deutschland und in der christlichen Kultur ist die Erdbestattung. Hierbei handelt es sich um die Sargbestattung. Hier wird der Sarg mit dem Verstorbenen in einem vorbereiteten Grab in der Erde niedergelassen. Die Beisetzung kann dabei in einem Einzelgrab, einem Wahlgrab oder einem Gemeinschaftsgrab erfolgen. Die Gräber liegen in Friedhöfen und können von den Angehörigen erworben werden.

In den letzten Jahren gewinnt die Art der Feuerbestattung an Zuspruch bei der Bevölkerung. In dieser Bestattungsart wird der Leichnam in einem Krematorium eingeäschert. Die Asche des Verstorbenen wird in einer besonderen Urne beigesetzt. Diese Urne ist der Ersatz zum Sarg und wird nach der Kremation in einem Urnengrab beigesetzt. Die Gräber welche für Graburnen vorgesehen werden, sind meist Urnenwände, auch Kolumbarium genannt. Es werden aber auch Erdgräber in besonderen, dafür vorgesehenen Friedhöfen für die Bestattung benutzt. Bei manchen Arten der Feuerbestattung wird die Asche nicht in einer Urne beigesetzt, sondern wird von den Angehörigen direkt aus der Aschekapsel in einer Aschenstreuwiese oder auf See verstreut. Die Flussbestattung stellt eine Sonderform der Bestattung dar. Bei dieser Bestattungsart wird der Leichnam nach vorheriger Kremation in einem Fluss beigesetzt. Diese Bestattungsart ist in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt, aber nach Bedarf kann eine Flussbestattung nach der Kremation in den Niederlanden oder der Schweiz stattfinden.

Was ist der Bestattungsvorgang?

Um den seelischen Schmerz der Angehörigen zu mindern, ist es wichtig, dass trotz der schwierigen Situation der Bestattungsvorgang korrekt durchgeführt wird, damit es nicht zu Komplikationen kommt, welche die Trauernden zusätzlich belasten.

Der Bestattungsvorgang fängt mit der Leichenschau an und dient der amtlichen Feststellung des Todes. Daraufhin erfolgt die hygienische Vorbereitung des Leichnams. Dabei wird der Verstorbene gewaschen, ein Prozess der Leichenwaschung heißt. Im Folge wird der Verstorbene angemessen angekleidet und eingesargt. Der Sarg kann nach Wunsch dekoriert werden. Meist werden Blumen verwendet, aber bei der Wahl der Dekoration hat natürlich die Selbstbestimmung der Angehörigen und des Verstorbenen absoluten Vorrang.

Der nächste Schritt der Bestattung ist eine würdig gestaltete, ritualisierte Zeremonie welche zur Erinnerung an den Verstorbenen dient. Es kann hierbei je nach Wunsch zwischen einer religiösen Zeremonie und einer weltlichen Trauerfeier entschieden werden. Während der Zeremonie wird durch Redner und Musik die Erinnerung an den Verstorbenen wahrgenommen. Nach dem Einsetzen des Sarges oder der Urne erfolgt eine Beileidserklärung der Anwesenden gegenüber den engen Angehörigen des Verstorbenen. Sollte einen Feuerbestattung gewählt worden sein, so kann die Abschiednahme vor oder nach der Kremation stattfinden. Diese Art der Beisetzung wird auch Urnenfeier genannt. Solche Rituale sollten nicht vernachlässigt werden. Sie dienen nicht nur der Würde des Verstorbenen, sondern sind bewährte Methoden zur Trauerbewältigung. Ob eine Trauerrede oder gemeinsames Essen mit den Trauernden im Anschluss an die Beerdigung, diese Rituale sollten als Teil des Bestattungsvorgangs eingeplant sein.

Welche Kosten fallen bei einer Bestattung an?

Teuer heißt nicht gleich Würde. Es braucht keine Bestattung astronomische Kosten zu tragen. Daher ist es wichtig beim Wählen die Bestattung im Vergleich zu betrachten. Der Preis kann je nach Bestattungsart zwischen 2.000 Euro bei einer günstigen Feuerbestattung bis hin zu 35.000+ Euro bei einer gehobenen Erdbestattung kosten. Wenn mit einer Bestattungsvorsorge rechtzeitig vorgeplant wurde, können die Angehörigen erheblich entlastet werden. Der Todesfall ist ein schmerzhaftes Ereignis im Leben des Menschen. Mit der richtigen Bestattungsvorsorge braucht es nicht auch finanziell zu schmerzen. Daher sollte man die Vorsorge in Betracht ziehen.